Vorschussbetrug

Beim Vorschussbetrug wird ein großer Vorteil versprochen — Gewinn, Erbschaft, Kredit, Entschädigung — doch zuerst soll eine «Gebühr», «Steuer» oder «Versicherung» gezahlt werden, woraufhin das Versprochene nie eintrifft.

So funktioniert der Betrug

Dem Opfer wird eine frohe Nachricht überbracht: Sie haben einen Preis gewonnen, Ihnen steht eine Entschädigung zu, ein Kredit ist bewilligt, es gibt eine Erbschaft oder eine Auslandsüberweisung auf Ihren Namen. Um das Geld zu «erhalten», soll man zuerst einen im Vergleich zum «Gewinn» kleinen Betrag zahlen — Bankgebühr, Steuer, Bearbeitung, Versand. Nach der Zahlung folgen neue Gebühren oder die Täter verschwinden. Dazu zählen auch «Recovery»-Anbieter, die gegen Vorkasse verlorenes Geld zurückholen wollen.

Warnsignale

So schützen Sie sich

  1. Ein echter Gewinn oder eine echte Auszahlung verlangt keine Vorkasse — immer Betrug
  2. Zahlen Sie keine «Gebühren» oder «Steuern», um Geld zu erhalten
  3. Glauben Sie keinen Erbschafts- oder Überweisungsnachrichten von Fremden
  4. Prüfen Sie die Organisation über offizielle Kontakte, nicht aus der Mail
  5. Ignorieren Sie «Recovery»-Anbieter — gegen Vorkasse kommt kein Geld zurück

Was tun, wenn Sie schon gezahlt haben

Stoppen Sie weitere Zahlungen, auch wenn eine «letzte Gebühr» verlangt wird. Sichern Sie Chatverlauf und Überweisungsdaten. Wenden Sie sich an Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige. Nutzen Sie keine «Recovery»- oder «Rückhol-Anwälte» — das ist die zweite Welle desselben Betrugs.

FAQ

Mir wurde eine große Auslandserbschaft gemeldet — ist das echt?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit Betrug. Eine echte Erbschaft wird nicht über eine Vorab-«Gebühr» per Mail eines Fremden abgewickelt.

Warum soll ich eine «Steuer» zahlen, um den Gewinn zu erhalten?

Steuern und Gebühren werden vom Auszahlungsbetrag einbehalten, nicht vorab verlangt. Eine Vorab-Zahlung ist ein sicheres Betrugszeichen.

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