Betrug im Namen von Behörden

Betrüger geben sich als Polizei, Zoll, Finanzamt, Europol oder Staatsanwaltschaft aus, um mit einem angeblichen «Verfahren», «Bußgeld» oder «Datenleck» Angst zu erzeugen und Geld oder Daten zu erpressen.

So funktioniert der Betrug

Anruf oder Nachricht kommt scheinbar von einer Behörde: «gegen Sie läuft ein Verfahren», «Ihr Konto ist in einen Betrug verwickelt», «Steuererstattung», «Identität bestätigen». Es werden Angst und Eile erzeugt, oft mit echten, aus Datenlecks stammenden Daten zur Glaubwürdigkeit. Dann sollen Sie einen Code «zur Bestätigung» nennen, Daten durchgeben oder Geld «zur Überprüfung» überweisen, oder das Gespräch wird zur «Bank» weitergeleitet. Manchmal wird Software zur Fernsteuerung untergeschoben.

Warnsignale

So schützen Sie sich

  1. Behörden verlangen nie Codes, Überweisungen oder Kartendaten am Telefon
  2. Legen Sie auf und prüfen Sie alles über die offizielle Behörden-Webseite
  3. Geben Sie keine TAN/Codes durch — damit übernimmt man Ihre Konten
  4. Echte Bußgelder und Verfahren werden nie per Telefon mit einer Zahlung «geklärt»
  5. Installieren Sie keine Software auf Zuruf eines «Beamten»

Was tun, wenn Sie einen Code oder Daten genannt haben

Ändern Sie sofort betroffene Passwörter und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Rufen Sie Ihre Bank über die offizielle Nummer an und lassen Sie ggf. die Karte sperren. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Prüfen Sie, ob auf Ihren Namen Konten oder Kredite eröffnet wurden, und löschen Sie etwaige aufgespielte Fernwartungssoftware.

FAQ

Der Anrufer kennt meine Daten — ist es also eine Behörde?

Nein. Die Daten stammen aus Lecks. Echte Behörden fragen am Telefon nie nach Codes oder Überweisungen — das ist ein Betrugszeichen.

Ich habe eine SMS mit einem Bestätigungscode erhalten — was tun?

Geben Sie den Code niemandem durch. Damit übernehmen Betrüger Ihre Konten. Haben Sie ihn nicht selbst angefordert, ignorieren Sie ihn und ändern Sie das Passwort.

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