Enkeltrick Video: DER SPIEGEL auf YouTube, 2025-08-07. Originaltitel: «Die »Schockanruf-Masche« – Das Millionengeschäft der Telefonbetrüger | SPIEGEL TV» · 21 Min. · Auf YouTube ansehen · Ratgeber: Enkeltrick
Kurz gesagt
Bei der Schockanruf-Masche, auch Enkeltrick genannt, rufen Betrüger ältere Menschen an, geben sich als Angehörige, Polizisten oder Ärzte aus und behaupten, ein Verwandter sei in einen schweren Unfall verwickelt, in Haft oder lebensbedrohlich erkrankt. Sie fordern sofort eine hohe Kaution oder Behandlungskosten in bar. Ziel sind vor allem Rentnerinnen und Rentner, die in der Panik nicht mehr prüfen, ob der Anruf echt ist.
So funktioniert die Masche
- Die Täter rufen gezielt ältere Menschen an und geben sich als Enkel, Kind oder anderer Verwandter aus, oft auch als Polizist oder Krankenhausmitarbeiter.
- Sie erfinden eine Notlage, etwa einen Unfall mit Todesfolge, eine Verhaftung oder eine akut lebensgefährliche Erkrankung.
- Mit Zeitdruck und einem strengen Ton verhindern sie, dass das Opfer nachfragt, auflegt oder mit anderen Angehörigen spricht.
- Gefordert werden eine Kaution oder Summen für Medikamente, meist in Form von Bargeld oder Wertsachen.
- Ein Abholer erscheint persönlich an der Wohnung des Opfers und nimmt das Geld entgegen.
- Die Beute wird über mehrere Stufen weitergeleitet, die Anrufe stammen häufig aus Callcentern im Ausland und werden von organisierten Gruppen gesteuert.
- Der Betrug fliegt meist erst auf, wenn eine Bank die Abhebung stoppt oder das Opfer den echten Angehörigen erreicht.
Warnsignale
- Ein angeblicher Verwandter meldet sich über eine unbekannte Nummer und behauptet, er brauche dringend Geld.
- Es wird eine Notlage mit Unfall, Haft oder schwerer Krankheit geschildert, die sofortiges Handeln verlangt.
- Der Anrufer drängt zur Eile und will nicht, dass das Opfer nachfragt oder Familienmitglieder informiert.
- Die angebliche Polizei fordert eine Kaution am Telefon. Echte Behörden verlangen so etwas nicht.
- Es wird Bargeld oder Schmuck verlangt, das von einer fremden Person abgeholt werden soll.
- Der Anrufer weicht Rückfragen aus oder reagiert aggressiv, wenn man Zweifel äußert.
So schützen Sie sich
- Legen Sie auf und rufen Sie die Person unter der Ihnen bekannten Nummer zurück, bevor Sie irgendetwas tun.
- Verabreden Sie mit Ihrer Familie ein Codewort, das nur Sie und die Angehörigen kennen.
- Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen, auch dann nicht, wenn sie sich als Polizisten ausgeben.
- Rufen Sie bei Zweifeln die Polizei selbst über die offizielle Notrufnummer oder die Dienststelle in Ihrer Nähe an.
- Bitten Sie Bankangestellte um Hilfe, wenn Sie ungewöhnlich hohe Beträge abheben möchten. Sie erkennen Betrug oft früher als Sie selbst.
- Sprechen Sie mit älteren Angehörigen regelmäßig über diese Masche, denn Scham hält viele Opfer davon ab, den Betrug zu melden.
Was Betrüger sagen
«Ich bin bei der Polizei»«Ihr Sohn wurde hier bei uns eingeliefert»«Außer man zahlt tausende Euro für ein Medikament»«Wollen Sie das oder wollen Sie das nicht?»
Aus dem Video
«Außer man zahlt tausende Euro für ein Medikament zur Rettung des Angehörigen.»bei 5:48
«Sie glaubt, dass ihre Tochter am Telefon ist»bei 0:27
Diese Analyse wurde automatisch von einer KI aus den Untertiteln des Videos erstellt und nicht redaktionell geprüft. Sie gibt wieder, was im Video gesagt wird; die Aussagen des Kanals prüfen wir nicht. Fehler gefunden? Schreiben Sie an [email protected] · Redaktionsrichtlinie